Forderungen in Zeiten der Corona-Krise: Roma und Sinti dürfen nicht zu Sündenböcken werden!

Das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas ist alarmiert: Durch die Corona-Krise kämpfen schon jetzt viele Roma in Ost- und Südosteuropa ums Überleben. Die Situation spitzt sich weiter zu. Außerdem drohen Pogrome und rassistische Übergriffe.

Die weltweite, durch das Coronavirus ausgelöste Krise trifft besonders die Minderheit(en) der Roma in Europa hart. Bereits vor der Krise wurden sie durch strukturelle und alltägliche Diskriminierung oft an den Rand der Gesellschaft und des Überlebens gedrängt. Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie erfordert schnelle und effektive Entscheidungen von Politik und Verwaltung, einschließlich der Einschränkung der Bürgerrechte. Doch in vielen Ländern insbesondere Ost- und Südosteuropas wird die Angst vor der Pandemie zur verschärften Stimmungsmache gegen Roma missbraucht. Wegen der Ausgangsbeschränkungen drohen vielerorts Hungersnöte. Alte, wiederbelebte Ressentiments führen zu rassistischen Übergriffen und willkürlichen Unterdrückungsmaßnahmen. Der oft fehlende Zugang zu sauberem Wasser und zu medizinischer Versorgung hat selbst für junge, gesunde Menschen fatale Folgen. Dem dürfen wir nicht tatenlos zusehen!

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Über uns

Auf Initiative des Vereins RomaTrial und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat sich 2015 ein breites gesamtgesellschaftliches Bündnis zur Solidarität mit den Sinti und Roma Europas gebildet. Ziel des Bündnisses ist es, ein sichtbares Zeichen gegen Antiziganismus zu setzen.



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